Personal Branding, das wirkt: Rheindigital verrät, wie es geht!


Yvonne Cramer | 12. Januar 2024

In diesem Artikel liest du:

Marke „Ich“: Warum und für wen Personal Branding wichtig ist

Willkommen in der spannenden Welt des Personal Branding – der Ort, an dem DU der Star der Show bist. Personal Branding ist viel mehr als nur ein weiterer schicker Begriff aus dem Marketing. Es ist die Kunst, deine eigene Story zu entdecken, sie zu deiner Marke zu machen, zu inszenieren und sie – analog wie digital – ins Rampenlicht zu rücken.

Denn was ist eine Marke, wenn nicht eine konsistente, wieder erkennbare Geschichte, die im Gedächtnis bleibt? Damit Ihnen das gelingt, ist es unverzichtbar herauszufinden, was dich ausmacht und vielleicht sogar einzigartig macht! Mache dies zum Kern deiner Marke – zum sogenannten Unique Selling Point (USP) –, und erzähle deine Geschichte ganz einfach drum herum. Du wirst sehen: Wenn du diesen Weg gehst und dabei stets authentisch bleibst, wirst du aus der Masse herauszustechen. Wir helfen dir gerne und begleiten dich auf dieser Entdeckungsreise!

Bedeutung und Nutzen von Personal Branding

Wieso ist Personal Branding gerade heute so zentral, fragst du dich? Nun, unsere digitale Welt hat nicht nur unsere Art zu kommunizieren und zu interagieren verändert, sondern auch, wie wir uns selbst und unsere Fähigkeiten präsentieren. Das ist umso wichtiger, da die Online-Präsenz heutzutage häufig der erste Kontakt ist, den Menschen mit Ihnen haben. Im Meer der Online-Profile, Social-Media-Accounts und unzähligen Plattformen, wird die eigene Identität und Sichtbarkeit zunehmend zu einer Herausforderung. Hier kommt Personal Branding ins Spiel.

In einer Welt, in der jeder und jede mit einem Klick präsent ist, kann es nämlich der entscheidende Faktor sein, der dir dabei hilft, deine Ziele zu erreichen, indem du dich klar, authentisch und wirkungsvoll präsentierst. Es ist die Kunst, sich selbst als Marke zu sehen, zu entwickeln und zu verwalten.

  • Authentizität ist der Schlüssel: Menschen lieben Echtheit. Wenn deine Online-Präsenz deine wahren Werte und Persönlichkeit widerspiegelt, ziehst du Gleichgesinnte und Chancen an, die wirklich zu dir passen.
  • Sichtbarkeit: Durch eine gekonnte Selbstinszenierung sorgst du dafür, dass du sichtbar wirst. Sichtbarkeit eröffnet Türen zu Möglichkeiten, die ansonsten vielleicht verschlossen bleiben würden.
  • Netzwerken mit Herz: Wenn du authentisch und wahrhaftig bist, wird dein Netzwerk zu einer Community, die dich unterstützt und weiterbringt.
  • Einfluss: Mit einer starken persönlichen Marke kannst du Einfluss nehmen, sei es in deiner Branche, in deinem Netzwerk oder sogar global. Und wer möchte nicht gerne positiv auf die Welt einwirken?
Frau, die bei einer Tasse Kaffee Notizen macht, während sie an der Entwicklung ihrer Personal Brand arbeitet.
Investiere in dich selbst, und nimm dir die Zeit, deine Personal Brand zu entdecken.
Foto: adobe.stock.com

Praktische Anwendung & Strategie im Personal Branding in 4 Schritten

Alles, was wir dir bisher über Personal Branding erzählt haben, klingt gut, aber auch wie eine riesige Aufgabe, von der du nicht genau weißt, wie du sie angehen sollst? Dann lass uns das Ganze Stück für Stück angehen:

Schritt 1: Entdecke deinen inneren Funken

Stell dir vor, du setzt dich mit einer Tasse deines Lieblingsgetränks hin und fragst dich:

  • Was motiviert mich jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen?
  • Auf welche Fähigkeiten oder Talente bin ich besonders stolz?
  • Welche Fähigkeiten reizen mich, habe ich aber noch nicht entwickelt?
  • Welche Art von Aufgaben oder Projekten motivieren mich?
  • Welche Themen wecken mein Interesse am meisten?
  • Was möchte ich in zehn Jahren zur Welt beigetragen haben?
  • Was haben die Menschen, die ich am meisten bewundere, gemeinsam?

Nimm dir die Freiheit, diese Fragen offen und ehrlich zu beantworten, und halte deine Gedanken schriftlich fest. Hierbei geht es darum, die Schnittpunkte und Übereinstimmungen in deinen Antworten zu finden, die dir dabei helfen, deine eigenen Werte, Überzeugungen und Ziele zu identifizieren. Diese Selbstreflexion ist der Grundstein, auf dem deine persönliche Marke gebaut wird.

 Schritt 2: Werte und Ziele synchronisieren

Deine frisch entdeckten Einsichten über das, was dich antreibt, sind das Fundament. Jetzt verbindest du deine Werte und Ziele mit denen deines Unternehmens oder deines Berufsfeldes. Wie können deine einzigartigen Talente und Leidenschaften die Ziele deiner Organisation unterstützen oder vorantreiben? Welche Eigenschaften werden in deinem Umfeld geschätzt und gefördert?

Wenn dein Unternehmen beispielsweise Innovation und Kreativität schätzt, könnte „Innovator“ oder „Kreativkopf“ dein persönliches Branding-Attribut sein, das du dann mit entsprechenden Fähigkeiten und Aktionen untermauerst.

Schritt 3: Erschaffe deine Stakeholder-Landkarte

Wer sollte von deiner fantastischen Marke wissen? Identifiziere Personen und Gruppen, die Einfluss auf deine Karriere haben könnten. Denke darüber nach, wie sie positive und authentische Beziehungen zu dir aufbauen können.

Schritt 4: Zeige dich!

Mit deiner Stakeholder-Karte als Kompass ist es jetzt an der Zeit, sichtbar zu werden. Netzwerke aktiv, sowohl online als auch offline. Teile deine Gedanken, dein Wissen und deine Perspektive, und werde ein aktiver Teil der Community.

Hole dir Hilfe – dein*e Chef*in, erfahrene Kolleg*innen oder ein Teammitglied könnten geeignete Türöffner sein.

Bitte sie um eine kleine (virtuelle) Kaffeepause oder einen Lunch. Teile mit ihnen, was du leidenschaftlich gerne machst, was du bisher erreicht hast und wo du hinwillst.

Zum Beispiel könntest du sagen: „Hey [Name], ich habe bemerkt, dass du dich sehr für [Thema] interessierst. Ich habe einige Ideen dazu und würde sie gerne mit dir bei einem kurzen virtuellen Kaffee besprechen. Wie sieht es nächste Woche für dich aus?“

Am Ende des Tages ist deine persönliche Marke dein Versprechen an die Welt und die Menschen um dich herum. Sie sagt: „Das bin ich, und das bringe ich mit.“ Mache es authentisch, mache es selbstbewusst und vor allem: Mache es zu DEINER Marke!

Praxisbeispiele oder: Leuchtfeuer des Personal Branding

An dieser Stelle hast du bereits viel zum Thema Personal Branding gelesen und darüber, wie man das Ganze angeht. Soweit die Theorie, aber wie sieht das eigentlich in der Praxis aus? Lassen wir uns doch von denen inspirieren, die bereits in puncto Selbstvermarktung gezeigt haben, wie es geht. Wir schauen uns einige gute Beispiele erfolgreicher Personal Brands an und tauchen ein in das „Wie“ und „Warum“ ihrer Markenstrategien.

Michael Trautmann – Netzwerker und Content-Kreateur

Mit seinem Podcast „On the Way to New Work“, den er zusammen mit Christoph Magnussen betreibt, hat Michael Trautmann eine Plattform geschaffen, auf der er sich mit Themen rund um die Arbeitswelt der Zukunft auseinandersetzt. Seine Personal Brand ist stark mit Themen wie New Work, Führung, Marketing und Innovation verknüpft.

Was kann man von Michael Trautmann lernen?

  • Plattform nutzen: Trautmann nutzt seine Plattformen, um Themen, die ihm am Herzen liegen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und diskutiert offen mit verschiedenen Gästen über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze in der Arbeitswelt.
  • Netzwerk aufbauen: Durch seine Tätigkeiten und Auftritte auf verschiedenen Plattformen baut er ein starkes Netzwerk auf, das ihn und seine Projekte bereichert und weiterbringt.
  • Expertise zeigen: Als erfahrener Werber und Unternehmer teilt Trautmann seine Erfahrungen und sein Wissen, positioniert sich dadurch als Experte in seinem Feld und schafft gleichzeitig relevante Inhalte für sein Publikum.
  • Echtheit: Er bleibt authentisch und zeigt sich als Mensch, der nicht nur über beruflichen Erfolg, sondern auch über Herausforderungen und Scheitern spricht. Diese Echtheit macht seine Marke greifbar und sympathisch.

Insgesamt präsentiert Michael Trautmann eine erfolgreiche Personal Brand, indem er seine Kenntnisse und sein Netzwerk nutzt, um relevante und ansprechende Inhalte zu schaffen. Sein Beispiel zeigt, dass eine gelungene Kombination aus Fachwissen, Authentizität und der richtigen Plattform eine mächtige Mischung ist, um die eigene Marke erfolgreich im Markt zu positionieren.

Tijen Onaran – Netzwerkerin und Botschafterin für Frauen in der Tech-Industrie

Tijen Onaran ist Gründerin von „Global Digital Women“ und eine prominente Stimme in den Bereichen Networking, Digitalisierung, und Frauenförderung. Ihre Personal Brand ist klar definiert und weitreichend.

Was kann man von Tijen Onaran lernen?

  • Plattform nutzen: Mit „Global Digital Women“ setzt sie Frauen in der Tech-Branche in den Fokus und schafft eine relevante Plattform für Austausch und Sichtbarkeit.
  • Netzwerk aufbauen: Ihr umfangreiches Netzwerk umfasst eine kraftvolle Gemeinschaft aus jungen Talenten und etablierten Führungskräften in der Digitalbranche.
  • Fachkenntnisse vorstellen: Als Autorin und Sprecherin teilt sie ihr Wissen über Netzwerkbildung und Digitalisierung und etabliert sich als Expertin.
  • Authentizität: Ihre offene Kommunikation und echte Verbindung zu ihrer Community unterstreichen ihre Authentizität und machen ihre Marke sympathisch und glaubwürdig.

Tijen Onaran demonstriert eindrucksvoll, wie man durch Leidenschaft, klare Vision und authentische Präsenz eine Personal Brand mit Impact aufbauen kann. Ihr Fokus auf Vernetzung und Frauenförderung in der Tech-Branche ist nicht nur inspirierend, sondern auch exemplarisch für erfolgreiche Selbstpositionierung.

Hände halten Post-Its in Form von Sprechblasen mit den Beschriftungen 'Dos' und 'Don'ts'
Gestalte deine Personal Brand bewusst: Beachte die Dos und Don’ts.
Foto: adobe.stock.com

Nachdem wir den einflussreichen Weg von spannenden Persönlichkeiten und ihren Personal Brands erkundet haben, betreten wir nun das Terrain der praktischen Hinweise und Strategien, um deine persönliche Marke effektiv zu gestalten und zu pflegen. Was solltest du auf jeden Fall beachten? Was lieber außer Acht lassen?

Tipps und Ratschläge: der Kompass für dein Personal Branding

DosDon‘ts
Authentisch sein: Zeige, wer du bist, bleibe deinen Werten treu und kommuniziere offen und ehrlich mit deiner Zielgruppe.Selbstpromotion übertreiben: Finde eine Balance zwischen Selbstpräsentation und der Bereitstellung nützlicher Inhalte.
Konsistenz: Gewährleiste einen konsistenten Auftritt über alle Plattformen und Kontaktpunkte hinweg.Inkonsistenz: Vermeide widersprüchliche Botschaften und einen inkonsistenten visuellen Auftritt.
Mehrwert bieten: Teile Inhalte, die für deine Zielgruppe relevant und bereichernd sind.Negative Online-Interaktionen: Vermeide Online-Streitigkeiten und behandele negative Kommentare
professionell.
Engagiere dich: Baue Beziehungen zu deiner Community auf und interagiere regelmäßig mit deinem Publikum.Unprofessionelles Verhalten: Sei dir bewusst, dass du deine Marke ständig repräsentierst, sowohl online als auch offline.
Lebenslanges Lernen: Entwickele dich ständig weiter und bleibe auf dem Laufenden über Trends und Entwicklungen in deiner Branche.Unvorbereitetes Netzwerken: Betrete Netzwerkveranstaltungen mit einem klaren Plan und Ziel vor Augen.

Zusammenfassung & Fazit: der Leitfaden zu deiner Personal Brand

Die Reise durch das Universum des Personal Branding kann spannend und erkenntnisreich sein, wie die Geschichten von Michael Trautmann und Tijen Onaran uns gezeigt haben. Durch den gezielten und authentischen Aufbau ihrer Marken haben sie nicht nur ihre Karrieren vorangetrieben, sondern auch einen echten Mehrwert für ihre Zielgruppen geschaffen.

Eine persönliche Marke aufzubauen bedeutet, die Kontrolle über die Geschichte zu übernehmen, die du mit der Welt teilen willst. Du bist nicht nur die Summe deiner Erfahrungen und Fähigkeiten, sondern auch ein*e Erzähler*in, die/der eine einzigartige und ansprechende Geschichte kreiert, die andere inspirieren und anziehen kann.

Personal Branding ist also nicht nur ein nettes „Haben“, sondern vielmehr ein wesentliches „Sein“, das dir hilft, dich in unserer vernetzten Welt behaupten zu können. Sieh es als eine liebevolle Investition in dich selbst und deine Zukunft.

Dein Weg vorwärts

  • Beginne heute: Fange mit der Selbstreflexion an und schreibe deine Geschichte.
  • Sei mutig: Zeige der Welt, wer du bist und wofür du stehst.
  • Lernen weiter: Nimm die Geschichten und Strategien von anderen als Inspiration und baue darauf auf.

Die spannenden Pfade des Personal Branding, die von zahlreichen Persönlichkeiten beleuchtet wurden, sind jetzt bereit, von dir entdeckt zu werden.


Ist deine Neugierde geweckt? Prima! Wir sind hier, um dich auf dieser Reise zu begleiten. Lass uns gemeinsam die Geschichte erzählen, die nur du erzählen kannst!

Du möchtest noch tiefer in das Thema eintauchen? Dann lies in unserem nächsten Blog-Artikel das spannende Interview mit unserem Managing Director Stefan Bales, der dir einen praktischen und tiefgreifenden Einblick in das Personal Branding gibt. Er beantwortet darin genau jene Fragen, die für Führungskräfte und Marketeers in der Branche von brennendem Interesse sind. Entdecke hier seine Erkenntnisse, Erfahrungen und professionellen Ratschläge zum Thema Personal Branding.

Hier findest du das Interview mit Stefan Bales zu Personal Branding!


Weitere Artikel von unseren Rheindigital-Expert*innen:

Personal Branding, das wirkt: Interview mit Stefan Bales, Managing Director Rheindigital

Unser Managing Director Stefan Bales teilt in diesem Interview wertvolle Einblicke in die Praxis sowie Erkenntnisse und Strategien zu Personal Branding.

Gedrucktes oder digitales Magazin. Ist das hier die Frage? 

Entdecke die Vor- und Nachteile von gedruckten und digitalen Medien und wie du das beste Format für deine Zielgruppe wählst.

Agentur und Kunde: Eine Beziehung auf Augenhöhe

Erfahre mehr darüber, wie eine gleichberechtigte Beziehung zwischen Agentur und Kunde aufgebaut werden kann, die auf gegenseitigem Respekt und Verständnis basiert.

Employer Branding: Ihr Schlüssel, um Talente zu finden und zu binden

Tauche ein in die Welt des Employer Branding und verstehe, wie eine starke Arbeitgebermarke dir helfen kann, Top-Talente zu gewinnen und zu halten.

Beitrag teilen auf

  • So erstellst du einen effektiven Newsletter – Die 8 Top-Steps von Z wie Ziel bis A wie Analysen
    *Teil 3*

    So erstellst du einen wirksamen Newsletter: Die 8 Top-Steps von Z wie Ziel bis A wie Analyse In diesem Artikel liest du, worauf es beim Erstellen von Newslettern ankommt: Digitale…

    Lesen
  • Marketing-Newsletter: pfeilschnell, zielgenau &
    voll emotional
    *Teil 2*

    In diesem Artikel liest du: Ist Newsletter-Marketing dasselbe wie E-Mail-Marketing? Marketing-Newsletter werden häufig synonym mit E-Mail-Marketing verwendet. Das ist jedoch nicht ganz richtig. E-Mail-Marketing ist ein Element des Online-Marketings, bei…

    Lesen
  • Newsletter: Das Herzstück einer erfolgreichen Marketing-Strategie *Teil 1*

    In diesem Artikel liest du: Mit Newslettern Kund*innen binden und den Umsatz steigemarketingrn In der schnelllebigen Welt des Online-Marketings ist es entscheidend, die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu gewinnen und zu…

    Lesen
  • Personal Branding, das wirkt: Interview mit Stefan Bales, Managing Director Rheindigital

    Authentisch auffallen oder: How to Personal Branding Seit Jahren legen wir bei Rheindigital großen Wert auf starke Markenidentitäten für unsere Kund*innen. Das gilt nicht nur rund um Strategien für große…

    Lesen
  • Künstliche Intelligenz bei Rheindigital: So arbeiten wir im Agenturalltag mit KI

    In diesem Artikel liest du: Chance, Bedrohung, Alltag oder Zukunft – all diese Begriffe fallen regelmäßig, wenn es um Künstliche Intelligenz (KI) geht und die Frage, welche Auswirkungen sie auf…

    Lesen

Was kann Rheindigital für Sie tun?