Die 6 großen Social-Media-Trends 2022


Yvonne Cramer | 15. November 2021

Auf zum Jahresendspurt! Während 2021 langsam, aber sicher zu Ende geht, steht das neue Jahr bereits in den Startlöchern. Und damit die Frage: Was sind die Social-Media-Trends 2022? Wir haben einen Blick in die Onlinemarketing-Glaskugel gewagt.

Sicher ist, dass sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie weiterhin auch im digitalen Marketing zu spüren sein werden: Das Onlineverhalten der User*innen hat sich bereits seit Pandemiebeginn 2020 deutlich verändert. Das merkt man vor allem beim Thema E-Commerce, aber auch am rasanten Wachstum der digitalen Möglichkeiten. Hinzu kommen hybride Arbeitszeitmodelle beziehungsweise eine dauerhafte Verlagerung zahlreicher Bürojobs ins Homeoffice.

Wenn Sie über Ihre Social-Media-Strategie für das kommende Jahr nachdenken, sollten Sie diese Entwicklungen bei Ihren Überlegungen berücksichtigen. Was wird außerdem für Unternehmen bei der Erstellung ihrer Social-Media-Strategie für 2022 wichtig werden? Wir haben diese 6 Trends identifiziert.

1. Social-Media-Trend 2022: Social Selling

Jemand tippt auf ein Smartphone, auf dem zahlreiche Apps zu sehen sind. Im Hintergrund ist ein aufgeklappter Laptop.

Der Schaufensterbummel hat ausgedient: Da Einkaufen während der Pandemie immer virtueller wurde, entwickelten sich auch die unterschiedlichen Social-Media-Plattformen zu einer immer beliebteren Einkaufsmöglichkeit. Falls Ihr Unternehmen also Produkte verkauft, sollte Social Media Ihr wichtigstes Schaufenster in 2022 sein. Denn hier entdecken und recherchieren immer mehr Menschen neue Trends, informieren sich über Produkte und Marken und drücken letztlich auf den „Kaufen“-Button.

Die Zahlen sprechen für sich: Laut Statista wird erwartet, dass die Summe aller Verkäufe auf Social-Media-Plattformen, dem sogenannten Social Selling, zwischen 2021 und 2027 weltweit um mehr als 400 Prozent oder 604,5 Milliarden US-Dollar steigen wird. Wer darauf verzichtet, seinen Produktkatalog in Social Media einzubinden, verpasst deshalb eine vielversprechende Chance, seine Abverkäufe deutlich zu steigern.

Wir von Rheindigital verfügen über eine große Expertise im Bereich Performance Marketing und Social Ads, also bezahlter Werbung in Social Media. Damit können Sie Ihre Produkte passgenau bei Ihrer Zielgruppe platzieren und so noch mehr davon verkaufen. Wir beraten Sie gern, wie Perfomance Marketing auch Ihr Social-Selling-Geschäft optimiert.

2. Social-Media-Trend 2022: Kurze Videos für langes Verweilen

In einer Befragung zum Thema Videomarketing von Social Media Today gaben 83 Prozent der Befragten an, dass sie länger auf einem Social-Media-Profil verweilen, wenn sie dort Videos vorfinden. Außerdem sagten 85 Prozent der Nutzenden, dass sie gerne mehr Videoinhalte von Unternehmen sehen würden.

Kurze Videos boomen – das ist die eine Seite des Social-Media-Trends. Statt jetzt aber einfach loszulegen und Bewegtbild zu produzieren, sollten sich Unternehmen fragen: Was ist für unsere Zielgruppen wichtig? Für welche Themen interessieren sie sich? Was bringt sie zum Lachen oder weckt andere Emotionen in Personen dieser Gruppen? Egal ob TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts oder andere: Wenn Sie auf dieser Grundlage leicht konsumierbaren, sogenannten Snackable Content kreieren, erregen Sie nicht nur die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppen, Sie halten sie sogar!

Wir bei Rheindigital haben ebenfalls für unsere Kundinnen und Kunden, aber auch für unsere eigenen Kanäle bereits Reels produziert. Werfen Sie gern mal einen Blick darauf:

Deutsche Post - Kindermalwettbewerb Reel

Rheindigital Reel zum Thema Weltmusiktag

Doch auch, wenn kurze Videos immer beliebter werden, sind längere noch lange nicht abgemeldet: So haben zum Beispiel Live-Streams von öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten und anderen Events während der Pandemie stark zugenommen und werden sich voraussichtlich auch über das Jahr 2022 hinaus wachsender Beliebtheit erfreuen.

3. Social-Media-Trend 2022: Facebook? Wirklich?

Geht es Ihnen auch so? Gefühlt seit ein paar Jahren entsteht der Eindruck, dass Facebook im Grunde tot ist und sich dort immer weniger User*innen aktiv tummeln. Die Wahrheit ist: Trotz massiv aufstrebender Konkurrenz und regelmäßigen Shitstorms ist Facebook auch im Jahr 2021 die ungekrönte Königin unter den Social-Media-Plattformen gewesen. Denn trotz aller Skandale wuchs die Zahl der Nutzenden bis zum 2. Quartal 2021 stetig auf nunmehr 2,9 Milliarden.

Zwar mag Facebook bei der jüngeren Zielgruppe verlieren, gleicht diese Rückgänge aber durch Expansion in andere Märkte sowie neue Werbetools und andere Businessoptionen wieder aus. Ein Ende der Entwicklung dieses Social-Media-Marketingtrends und der Entwicklung von Facebook selbst ist definitiv nicht abzusehen.

Facebook wird übrigens bei der Anzahl der Nutzenden dicht gefolgt von YouTube, wobei Instagram nach WhatsApp erst auf Platz vier, TikTok sogar nur auf Platz sieben rangieren (Quelle: Statista). Auch interessant: Die erste reine Audio-Social-Media-Plattform Clubhouse, die im Jahr 2021 anfangs für ziemlich viel Furore sorgte, taucht in dieser Übersicht nicht mal mehr auf.

4. Social-Media-Trend 2022: Augmented Reality oder jenseits des Offensichtlichen

Die Zukunft des Entertainments ist jetzt: Auch wenn der Markt für die erweiterte Realität, die sogenannte Augmented Reality (AR), noch klein ist, wird dieser Trend vermutlich sehr bald den Kinderschuhen entwachsen.

Facebook-CEO Mark Zuckerberg ist ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, diese interaktive Technologie zur Weiterentwicklung seiner Plattformen und seine zukünftigen geschäftlichen Ambitionen zu nutzen.

Sein vorläufiges Ziel: Die erfolgreiche Umsetzung von „Projekt Aria“, einer AR-Brille von Facebook, die vor allem mit Instagram funktionieren wird. Aussehen soll die Brille übrigens wie ein klassisches Modell der Marke Ray Ban. Der Launch wird für 2022 erwartet.

Eine Umfrage von Statista in Deutschland im Jahr 2021 zeigt, dass rund 16 Prozent der Befragten bereits AR genutzt haben. Weitere 19 Prozent gaben an, dies künftig auf jeden Fall tun zu wollen. Zunehmend stärkere und bessere Mobilfunknetze und Standards wie 5G könnten diese Entwicklung noch deutlich steigern.

Und AR lässt sich auch heute bereits ganz ohne Brille nutzen: Bereits seit 2017 ist AR in Instagram-Filtern integriert, die darüber hinaus seit 2019 sogar von den User*innen selbst erstellt und verbreitet werden können. Die Interaktionszeit mit Filtern beträgt etwa 75 Sekunden, was um einiges länger ist als die Interaktion mit anderen Videos, die User*innen gepostet haben. Also ein sehr guter Grund, auch für Marken, ihre eigenen Filter zu integrieren und sie den Nutzenden zur Verfügung zu stellen.

Wir haben im Winter 2020 anlässlich Weihnachten für Deutsche Post und DHL Filter entwickelt, die die User*innen nutzen können. Und so sahen sie aus:

Ein Mann mit gelb-weißer DHL-Weihnachtsmannmütze.
Ein Mann mit roter DHL-Weihnachtsmannmütze.

Rufen Sie doch bei Gelegenheit einfach den Instagram-Kanal von Deutsche Post auf und probieren Sie den Social-Media-Filter selbst einmal.

Die Zahl der Apps, die AR nutzen, wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Schließlich ist AR vielseitig einsetzbar, zum Beispiel wenn es um das virtuelle Anprobieren von Kleidung geht.

Laut Nachrichtenagentur Reuters hat Snap Inc., das Unternehmen hinter Snapchat, ein Studio eröffnet, das sich voll und ganz auf die Erstellung von Augmented-Reality-Werbung spezialisiert hat. Eine Entwicklung, die es sicherlich zu beobachten lohnt.

Was ist Augmented Reality (AR)?

Augmented Reality (AR) ist die computergestützte Erweiterung einer realen Umgebung. Dies ist über viele Sinnesmodalitäten wie Sehen, Hören oder Tasten hinweg möglich.

5. Social-Media-Trend 2022: Mehr Authentizität durch mehr User Generated Content

Bereits in unserem Artikel über die Social-Media-Trends in 2021 haben wir nutzergenerierte Inhalte, den sogenannten User Generated Content (UGC) als einen der Trends des Jahres ausgelobt. Wir bestätigen: Ein Ende dieses Trends ist bei Weitem nicht in Sicht!

Und das zu Recht: Unternehmen und Marken, die UGC auf ihren Kanälen nutzen, erleben einen 20-prozentigen Anstieg an wiederkehrenden Besuchen auf ihren Seiten. Außerdem konnte die Zeit, die User*innen auf ihren Seiten verbringen um unglaubliche 90 Prozent gesteigert werden. Auf UGC basierende Ads erreichen durchschnittlich vier Mal höhere Klickraten und um 50 Prozent niedrigere Klickkosten als klassische Anzeigen.

Und die Nutzung von UGC in Ads hat noch weitere Vorteile: Sie ist preiswerter als das Ausspielen herkömmlicher Werbung, hat einen hohen Wiedererkennungswert und wird von den meisten User*innen als authentischer sowie „socialiger“ wahrgenommen. Authentizität ist dabei für Verbraucher*innen von enormer Wichtigkeit. So sagen in einer Umfrage von Stackla 80 Prozent der Befragten, dass UGC ihre Kaufentscheidung beeinflusst.

Unser Tipp: Fragen Sie die Urheber*innen immer um Erlaubnis, bevor sie den Content verwenden. Dann gibt es auch keine Probleme mit dem Urheber- oder Persönlichkeitsrecht.

Das sind unsere Top 3 UGC Postings für unsere Kundin Deutsche Post in 2021:

"Long time no sea" der Deutschen Post

"Throwback Thursday" UGC der Deutschen Post

"Goldener Oktobär" - Deutsche Post nutzt UGC Social-Media-Trend

6. Social-Media-Trend 2022: Under the influence

Eine Handykamera filmt eine junge Frau, die ein Produkt in die Kamera hält.

So simpel wie effektiv: Influencer Marketing ist in 2022 längst erwachsen geworden. Und auch für Sie und Ihr Unternehmen kann eine Zusammenarbeit mit den Einflussnehmer*innen in Social Media besonders fruchtbar sein.

User*innen wollen leicht konsumierbaren Content, vor allem in Form von Videos. Außerdem verbringen sie mehr Zeit in Social Media als je zu vor. In Deutschland beispielsweise waren es 2021 durchschnittlich ganze 84 Minuten am Tag, Tendenz steigend. Warum also nicht dort Ihre Botschaften platzieren, wo sich Ihre Zielgruppe sowieso jeden Tag aufhält?

Weshalb wir die Arbeit mit Influencer*innen empfehlen? Neben User Generated Content sind diese Botschafter*innen eine weitere vertrauensbildende Werbemaßnahme. Fans vertrauen auf „ihre“ Influencer*innen, hören auf ihren Rat und empfinden sie vor allem als Freund*in und nicht als Werbefigur.

Übrigens muss das nicht viel kosten: Die Zusammenarbeit mit Micro-Influencer*innen – also Influencer*innen mit einer spitzen Zielgruppe, aber weniger Reichweite – kann für Sie genau der richtige Weg sein. Jene haben in der Regel weniger, dafür aber engagiertere Fans. Und je höher die Engagement Rate der User*innen, desto höher in der Regel auch die Wirkung für die jeweilige Marke. Während Influencer*innen mit mehr als eine Millionen Follower oft bis zu 5.000 Euro mit einem Post verdienen, verdienen Micro-Influencer*innen mit ihrem Tun meist wenig bis gar kein Geld. Oft reicht ihnen beispielsweise ein Überlassen der Produkte oder eine Einladung zur kostenfreien Nutzung der beworbenen Dienstleistungen.

Fazit: Was sind also die Social-Media-Trends 2022?

Wenig revolutionär Neues, dafür viel Altbewährtes, das noch einmal weiterentwickelt wird: Das Jahr 2022 wird nach zwei Jahren Pandemie so spannend wie unberechenbar. Denn wer weiß, welche Möglichkeiten sich durch den neu entstanden Tatendrang nach Corona noch eröffnen, von denen wir heute noch gar nichts ahnen (können).

Fest steht: Wir sind als Social-Media-Agentur an Ihrer Seite und beraten Sie gerne bei all Ihren Onlinemarketingvorhaben, von der Social-Media-Strategie bis zur Umsetzung in den sozialen Medien! Falls wir uns noch nicht kennen, würden wir uns freuen, uns bei Ihnen in 2022 vorstellen zu dürfen. Kontaktieren Sie uns einfach, zum Beispiel über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Sie!

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