10 Tipps für SEO-Content in 2021


Annika Theil | 20. Juli 2021

Suchmaschinen-Optimierung (SEO) bleibt auch in der zweiten Jahreshälfte 2021 spannend. Kürzlich haben die Google Core Web Vitals (zusätzliche Metriken zur Bewertung der Website-Performance), die EAT-Prinzipien (Beurteilung von Seiten nach Expertise, Autorität und Trust) und das Mobile-Only-Indexing viel Bewegung in das Thema gebracht.

Texter arbeitet an einem aufgeschlagenen Laptop

Auch wenn sich das SEO-Blatt schnell wendet und Algorithmen die Herangehensweisen von Website-Betreiber*innen bestimmen: Content, das heißt der eigentliche, oft direkt sichtbare Inhalt einer Website, bleibt eine Konstante im SEO. Content-Marketing ist für Suchmaschinen Optimierer*innen deshalb nach wie vor eine der wichtigsten Stellschrauben, und doch wird Content oft ohne SEO im Hinterkopf veröffentlicht.

Was müssen Website-Betreiber*innen beachten, wenn es um ihren Content geht? Die Antwort ist ebenso einfach wie komplex: Schreiben Sie guten Content. Wir haben Ihnen 10 Tipps zusammengestellt, wie Ihr Content den Weg in die Suchergebnisseiten (kurz SERPs, engl.: Search Engine Result Pages) und im Idealfall sogar an deren Spitze findet:

Nummer 10 als Darstellung der 10 SEO Tipps für guten Content

Zielsetzung: Was ist der strategische Ansatz hinter dem SEO-Content?

Entwickeln Sie für jedes Content-Piece ein Ziel, einen Messwert und eine Strategie. Was möchten Sie mit dem Artikel oder der Seite erreichen? Auf welches strategische Ziel zahlt der Content ein – Employer Branding oder doch Expertise? Ist es vielleicht doch ein werblich angehauchter Text? Ein definiertes strategisches Ziel gibt Ihrem Content einen roten Faden.

Zielgruppe: Wen adressiert der Content?

Definieren Sie vor Beginn Ihrer SEO-Content-Maßnahmen die Zielgruppen, für die Ihre Produkte, Informationen oder Dienstleistungen relevant sind. Die Erstellung von Personas kann Ihnen dabei helfen: Wen möchten Sie ansprechen? Wie redet diese Person? Wie denkt Ihre Zielgruppe? Wo könnte sie einsteigen, was könnte sie abschrecken? Weisen Sie dem Content bereits bei der Erstellung einer Persona zu und orientieren Sie sich an dieser in Sprache und Duktus, beim Vokabular und bei der Wahl des Call-to-Action (CTA). Den Personas Content zuzuordnen hilft Ihnen auch zu verfolgen, welche Inhalte in letzter Zeit vermehrt ausgespielt wurde. Durch die Abwechslung entsteht zudem automatisch auch Vielfalt in Ansprache, Gestaltung und Strategie.

Keyword-Recherche: Welche Suchanfragen werden in meiner Zielgruppe verfasst?

Nun, da Sie Ihre Zielgruppe gut kennen, können Sie eine Keyword-Auswahl treffen. Wir raten zu einem Thema pro Seite. Denken Sie in Themen-Hubs und definieren Sie Fokus- und Sekundär-Keywords mitsamt Synonymen und Kombinationen auf Themenebene. Clustern Sie Ihre gefundenen Keywords nach Search Intent: Welches Ziel würde eine solche Anfrage bei Google verfolgen? Den Suchworten „Schuhladen in Bonn“ liegt sicher eine andere Absicht zu Grunde als der Such nach „Schuhe Onlineshop“. Machen Sie sich den Search Intent für Ihren Content zum Vorteil und richten Sie ihn danach aus, indem Sie Fragestellungen im jeweiligen Search-Intent-Cluster (Themenbereich) beantworten.

Authentizität: Wie wirkt mein Text natürlich?

Lassen Sie die ausgewählten Keywords natürlich und relevant in Ihren Text einfließen. Erzwingen Sie keine Wiederholungen oder unnatürlichen Satzstrukturen, nur um Keywords unterzubringen. Denken Sie stärker in Themen und Themen-Hubs als in Begriffen und Abschnitten. Fragen Sie sich: Wirkt der Einbau Ihrer Keywords gerade gestelzt und erzwungen? Fühlt sich der Begriff unnatürlich an oder erschwert es das Verständnis der Kernaussagen? Wir raten dazu, Texte nicht nur für Robots (Suchmaschinen-Programme, die Websites scannen, beurteilen und einordnen) zu optimieren. Bedenken Sie, dass Suchmaschinen menschliche Nutzer*innen so gut wie möglich imitieren, um ihnen relevante Inhalte ausspielen zu können. Schreiben Sie für den Menschen, den Sie erreichen, informieren oder berühren wollen.

Struktur: Wie sollte ein Text gegliedert sein?

Strukturieren Sie Ihren Content wie einen Fachartikel. Definieren Sie Headlines und Zwischenüberschriften, fügen Sie Infografiken ein. Fassen Sie Zwischenergebnisse zusammen und nutzen Sie Aufzählungen, sofern sinnvoll und relevant. Fragen Sie sich: Wird das Thema verständlich, informativ und attraktiv transportiert? Wirkt der Text natürlich und logisch gegliedert? Ist der Lesefluss ungestört? Können Sie nicht alle Fragen mit „Ja“ beantworten, sollten Sie den Textaufbau noch einmal überarbeiten.

Hände an einem Laptop bei der Contentpflege in WordPress.

Contentpflege: Was ist beim Einpflegen des Textes zu bedenken?

Content-SEO hört nicht bei der Erstellung des Content-Pieces auf. Damit Ihr Content auch die Chance hat, indexiert und von Google „verstanden“ zu werden, sollten Sie seine technische Einbindung nicht außer Acht lassen:

  • Bilder sollten eine Bildgröße von maximal (!) 500 KB nicht überschreiten.
  • Bilder sollten ein Alt- und Title-Attribut erhalten. Das Alt-Attribut beschreibt dabei den Inhalt des Bildes, das Title-Attribut gibt dem Bild eine Überschrift.
  • Titel- und Meta-Description sollten immer relevant sowie einzigartig gepflegt sein und den Content zusammenfassen.
  • Listen sollten auch als HTML-Listen ausgezeichnet werden.
  • Es ist inzwischen kein Problem mehr, mehrere h1-Überschriften (wichtigste Headline) auf einer einzigen Seite zu verwenden; achten Sie nur darauf, dass jeweils maximal eine h1-Überschrift pro Abschnitt verwendet wird.
  • Content bitte niemals direkt aus Word einfügen, da die Word-eigene Formatierung in den What-you-see-is-what-you-get-Editor übernommen werden könnte.
  • Bei Links bitte die rel-Attribute noreferrer noopener nofollow mit aufnehmen. Die Kolleg*innen von „Bemerkenswert SEO“ haben dies in ihrem Hilfe-Artikel „Rel Nofollow Noopener Noreferrer“ gut erklärt.
  • Prüfen Sie Umbrüche in diversen Viewports. Nutzen Sie ­, um zu definieren, dass lange Wörter bei Bedarf an dieser Stelle umbrechen.

Qualität statt Quantität: Wie lang sollte ein SEO-Text sein und warum?

Im Content-Marketing sind Ihnen bestimmt schon Aussagen wie „der Text muss mindestens 6.000 Wörter haben“ untergekommen. Laut einer Studie von Semrush im Februar 2020 erhalten längere Artikel (mindestens 3.000 Wörter)

  • dreimal so viel Traffic,
  • viermal so viele Shares und
  • 3,5-mal so viele Backlinks

wie kürzere Artikel mit oder unter 1.200 Wörtern. Dennoch sollte für Sie als Website-Betreiber*in die Qualität nicht der Quantität untergeordnet sein: Schreiben Sie informative, interessante, Keyword-optimierte, strukturierte und gut recherchierte Texte – im Idealfall sind diese rund 3.000 Wörter lang. Wir raten Ihnen dringend davon ab, Keywords hintereinander einzufügen (Keyword Stuffing) oder ähnliche Techniken zu nutzen.

Frequenz: Wie oft sollten Blogbeiträge online gehen?

Betreiben Sie einen Blog oder eine News-Seite, sollten Sie eine Frequenz für Ihren SEO-Content definieren. Wollen Sie ein- oder zweimal im Monat etwas veröffentlichen? Ist dieses Ziel realistisch? Wie flexibel möchten Sie sein, um etwa auf News oder Trends reagieren zu können? Wir raten unseren Kund*innen immer zu einem strukturierten Redaktionsplan, auch für SEO-Content. Notieren Sie dort Ihre Ideen, Ziele, Zielgruppen, Keywords sowie Zuständigkeiten und benötigtes Material, etwa Header-Bilder oder Fotografien, und veröffentlichen Sie den Text im definierten Zeitrahmen.

Distribution: Wie vermarktet man seinen Content nun?

Wie erwähnt, hört Content-Marketing nicht nach dem Fertigstellen eines Artikels auf. Redakteur*innen und Website-Betreiber*innen müssen auch nach der Veröffentlichung des Artikels ein Auge auf Potenziale haben. Vor allem mögliche Synergien zwischen Social Media und SEO werden oft nicht genutzt: Haben Sie einen Social-Media-Kanal, und wenn ja, teilen Sie dort regelmäßig Ihre SEO-optimierten Inhalte? Sharen Sie dort auch neue Blogartikel und verbinden die Kanäle untereinander, zum Beispiel über Link-in-Bio-Funktionen (sodass Nutzer*innen Blogartikel auch über den Link in der Biographie Ihres Social-Media-Profils aufrufen können)? Wir raten dazu, SEO-Content auch über Social-Media-Kanäle zu distribuieren, um ihr volles Content-Potenzial ausschöpfen zu können.

Analyse und Optimierung: Bleiben SEO-Texte ewig so, wie sie einmal live gingen?

Behalten Sie Ihren Artikel oder Ihre Seite auch nach Veröffentlichung im Auge. Nutzen Sie Tracking-Lösungen oder externe Tools, um die Performance des SEO-Contents zu beobachten. Fällt Ihnen dann auf, dass Fokus- und Sekundär-Keywords nicht so ranken wie geplant, können Sie nachträglich optimieren: Suchen Sie neue Kombinationen und Synonyme, stellen Sie Texte um und verwenden Sie relevantere Begriffe. Beachten Sie auch die Ladezeiten Ihrer Seite, diese lassen sich beispielsweise mit Google PageSpeed Insights prüfen.

In unserer Infografik haben wir Ihnen noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengestellt:

SEO – Agentur beauftragen oder selbst einsteigen?

Sollte man SEO als Website-Betreiber*in beachten? Diese Frage können wir ganz klar mit „Ja“ beantworten. Jede*r Website-Besitzer*in kann und sollte lernen, den eigenen Texten eine Richtung zu geben, ihnen eine Zielgruppe zuzuordnen und Keywords zu ermitteln, mit denen sich diese erreichen lässt. Dennoch ist SEO ein unglaublich komplexer Bereich des Onlinemarketings und ständig in Bewegung. Wir stehen Ihnen als Agentur hier gerne zur Seite und helfen dabei, guten Content zu erstellen, einzupflegen und zu bewerten.

Bei technischen Audits, Long-Term-Contentstrategien, Optimierung von Landingpages, komplexen Relaunches und Überarbeitungen sollten Sie überlegen, eine professionelle Agentur mit SEO-Schwerpunkt ins Boot zu holen. Auch wenn Sie sich unsicher fühlen und Ihnen einige der Fachbegriffe noch unbekannt sind, kann eine Agentur beratend zur Seite stehen. Wir bei Rheindigital helfen Ihnen jedenfalls gern, Ihren Content auch in 2021 noch besser zu machen und SEO in Ihren Marketing-Mix aufzunehmen!

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